Thursday, February 9, 2012

Thoughts of the Day #6/2012: Friedrich Hölderlin (1)

Friedrich Hölderlin (1770-1843)
by Franz Karl Hiemer


Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.
Im Finstern wohnen
Die Adler und furchtlos gehn
die Söhne der Alpen über den Abgrund weg
Auf leichtgebaueten Brüken.
Drum, da gehäuft sind rings
Die Gipfel der Zeit, und die Liebsten
Nah wohnen, ermattend auf
Getrenntesten Bergen,
So gieb unschuldig Wasser,
O Fittige gieb uns, treuesten Sinns
Hinüberzugehen und wiederzukehren.


Friedrich Hölderlin, Patmos
Dem Landgrafen von Homburg.
Erste Fassung, 1 Strophe.



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